Tag Oberschenkel

Beinstrecker

Beinstrecker


Muskelgruppe:   Die Beinmuskulatur

Trainierter Muskel:   Oberschenkelvorderseite

Fitnesslevel:   Anfänger, Fortgeschrittene, Erfahrene

Trainingsart:   Gerätetraining


 

Der Beinstrecker ist eine effektive Übung für die Oberschenkelvorderseite. Hierbei trainieren wir entweder an der Beinstreckmaschine oder am Kabelzug. Eine verwandte Übung ist das frontale Beinheben.

Beinstrecker an der Beinstreckmaschine

Der Beinstrecker an der Beinstreckmaschine ist bereits für Anfänger geeignet. Wir beginnen im Sitz. Wählt die Einstellung so, dass sich die Drehachse der Maschine in einer Linie mit den Kniegelenken befindet. Der Rücken sollte komplett an der Lehne anliegen. Das Polster für den Widerstand liegt am unteren Schienbein direkt oberhalb des Knöchels an. In einer kontrollierten Bewegung streckt ihr die Beine aus dieser Position. Die Kniescheiben zeigen dabei immer gerade nach oben. Zum Schutz der Kniegelenke solltet ihr eine Rotation der Beine nach innen oder außen unbedingt vermeiden.

Beinstrecker an der Maschine

Beinstrecker an der Maschine

 

Wenn wir den Beinstrecker trainieren, bleibt die Oberschenkelrückseit inaktiv (im Gegensatz zu Kniebeugen oder zur Beinpresse). Daraus resultieren Instabilitäten im Kniegelenk, was bei unsauberer Ausführung zu Beschwerden oder Verletzungen führen kann. Beinstrecken kann auch einbeinig trainiert werden.

Beinstrecker am Kabelzug

Beim Beinstrecker am Kabelzug gibt es zwei Varianten in der Ausführung, die nur von fortgeschrittenen und erfahrenen Athleten praktiziert werden sollten. Wählt zunächst die unterste Einstellung am Kabelzug und befestigt die Manschette am Knöchel des Trainingsbeins. Das Standbein beugt leicht. Haltet euch mit beiden Händen an der Maschine fest und spannt die Bauchmuskeln an, um den Körper zu stabilisieren.

  • Aus dieser Position können wir das Trainingsbein entweder gestreckt anheben. Führt es zur Ausgangsstellung zurück, um eine Wiederholung abzuschließen. Die Bewegung ähnelt dem frontalen Beinheben im Stand.
  • Oder wir heben den Oberschenkel vor unseren Körper bis in die Waagerechte (Hüftgelenk gebeugt). Aus dieser Position strecken wir das Knie in einer kontrollierten Bewegung maximal und führen es zur Ausgangsstellung zurück.
Beinstrecker am Kabelzug

Beinstrecker am Kabelzug

 

Beide Varianten können durch kleine auf und ab Impulse im Bereich größter Muskelspannung (angehobenes Bein in Streckung) intensiviert werden.


Gegenspieler: Oberschenkelrückseite

Dehnung: Oberschenkelvorderseite dehnen

 

 


Beinpresse

Beinpresse


Muskelgruppe:   Die Beinmuskulatur

Trainierter Muskel:   Oberschenkelvorderseite

Fitnesslevel:   Anfänger, Fortgeschrittene, Erfahrene

Trainingsart:   Gerätetraining


 

Die Beinpresse ist eine der effektivsten Übungen für die Oberschenkelvorderseite. In viel geringerem Maß werden zudem die Oberschenkelrückseite, der Po und der Untere Rücken aktiviert.

Beinpresse

Die Beinpresse wird an der Maschine oder einem speziellen Gestell trainiert. Dabei existieren verschiedenste Modelle mit denen wir unterschiedliche Varianten der Beinpresse praktizieren können. Bei der Beinpress-Maschine befindet sich die Fußplattform für gewöhnlich direkt vor uns, sodass wir den Widerstand horizontal überwinden. Allerdings kann die Rückenlehne in ihrer Neigung variieren. Somit arbeiten wir entweder sitzend oder liegend. Anfänger können bereits an der Maschine trainieren. Am Gestell wird das Gewicht frei bewegt. Dies wird hier zumeist nach schräg oben bewältigt. Nur fortgeschrittene und erfahrene Sportler sollten diese Varianten praktizieren.

Beinpresse an der Maschine

Die sitzende Beinpresse an der Maschine bildet die Grundversion dieser Übung. Wir sitzen aufrecht in der Maschine. Unser kompletter Rücken liegt an der Rückenlehne an. Setzt die Füße schulterbreit an die Plattform. Die Fußsohlen liegen komplett auf. Die Knie ziehen leicht nach außen, sodass sie sich in einer Linie mit den Füßen befinden. Zu Beginn sollte der Kniegelenkwinkel nicht weniger als 90° betragen. Erfahrene Athleten in gutem körperlichen Zustand und mit sehr sauberer Ausführung können auch mit kleinerem Kniegelenkwinkel trainieren. Allerdings nur solange, wie der Untere Rücken an der Lehne verbleibt. Ein Abheben des Unteren Rückens kann zu Problemen führen. Generell sollte der Kniegelenkwinkel nicht weniger als 70° betragen.

Spannt euren Bauch an und greift die Haltehebel an den Seiten, um den Körper zu stabilisieren. Beginnt nun, die Beine im Wechsel zu strecken und zu beugen. In der Endposition sollte das Knie nie komplett gestreckt werden. Die Fußsohlen liegen während der gesamten Übung komplett an der Plattform an.

Beinpresse im Sitz

Beinpresse im Sitz

 

Die Horizontale Beinpresse wird in gleicher Weise ausgeführt. Aufgrund der liegenden Position und des Drucks der Widerstandspolster auf den Schultern kann diese Position für manche Athleten unangenehm im Bereich des Unteren Rückens und den Schultern sein. Sollte dies bei euch der Fall sein, bleibt bitte bei der sitzenden Ausführung.

Horizontale Beinpresse

Horizontale Beinpresse

 

Beinpresse am Gestell

Die Ausführung am Beinpress-Gestell ist die gleiche, wie oben beschrieben. Allerdings müssen wir hier sehr vorsichtig mit den Gewichten sein. Sobald wir die Halter entfernt haben, bewegt sich die Plattform frei auf und ab. Somit ließe sie sich bis ganz nach unten führen, was zu Verletzungen führen kann. Achtet zudem besonders auf den Unteren Rücken. Beugt die Beine nur soweit, solange der Untere Rücken komplett an der Rückenlehne anliegt. Das Anheben des Unteren Rückens kann zu Beschwerden und Verletzungen führen.

Schräge Beinpresse

Schräge Beinpresse

 

Trainiert auch Kniebeugen.


Gegenspieler: Oberschenkelrückseite

Dehnung: Oberschenkelvorderseite dehnen

 

 


Fersendrücken

Fersendrücken


Muskelgruppe:   Die Beinmuskulatur

Trainierter Muskel:   Oberschenkelrückseite

Fitnesslevel:   Anfänger, Fortgeschrittene, Erfahrene

Trainingsart:   Training mit eigenem Körpergewicht


 

Fersendrücken stellt eine recht effektive isometrische Übung für die Muskeln der Oberschenkelrückseite dar. Sie ist sowohl für Anfänger, als auch erfahrene Sportler geeignet.

Fersendrücken

Fersendrücken kann im liegen und im stehen trainiert werden. Liegend begeben wir uns in Rückenlage. Die Hände bringt ihr ineinander gegriffen unter den Kopf. Die Beine stellt ihr bei ungefähr 90° an. Die Fersen drücken in den Boden und die Fußspitzen zeigen schräg nach oben. Den Bauch spannt ihr fest an, wodurch der Untere Rücken in den Boden drückt und ein Hohlkreuz vermieden wird. Nun erhöhen wird den Druck der Fersen in den Boden bis zu einer starken Spannung in der Oberschenkelrückseite. Das Becken bleibt dabei am Boden. Um die Spannung zu erhöhen können wir die Fersen zusätzlich in Richtung Oberkörper ziehen (Fersenzug). Unsere Position bleibt dabei unverändert. Die Intensität lässt sich zudem durch die Vergrößerung des Abstandes zwischen Fersen und Gesäß erhöhen.

Fersendrücken im Stand wird einbeinig trainiert. Dabei stellen wir das trainierte Bein in erhöhter Position an, wie auf einer Bank oder einem Stuhl. Die Fußspitzen ziehen nach oben und die Fersen drücken in die Erhöhung (Bank,Stuhl, etc.). Spannt hier die Bauchmuskeln fest an und erhöht den Druck der Fersen nach unten.

Beachtet bitte, dass die Hüftbeuger bei der einbeinig-stehenden Variante stark aktiviert werden, wodurch wir zum Hohlkreuz neigen. Eine gute Bauchmuskelspannung wirkt dem entgegen. Seid trotzdem vorsichtig, wenn ihr das Fersendrücken trainiert.


Ähnlich dem Fersendrücken, aber intensiver sind die Übungen Steifer Mann und Beckenlift (Brücke).

Gegenspieler: Oberschenkelvorderseite

Dehnung: Oberschenkelrückseite dehnen

 

Fersendrücken liegend

Fersendrücken liegend

 

Fersendrücken stehend

Fersendrücken stehend


Beckenlift-Brücke

Beckenlift (Brücke)


Muskelgruppe:   Die Beinmuskulatur, die Gesäßmuskulatur, die Rückenmuskulatur, Komplexübungen

Trainierter Muskel:   Oberschenkelrückseite, Gesäßmuskulatur, unterer Rücken

Fitnesslevel:   Anfänger, Fortgeschrittene, Erfahrene

Trainingsart:   Training mit eigenem Körpergewicht


 

Der Beckenlift (Brücke) ist eine sehr effektive Übung für die Muskeln der Oberschenkelrückseite, des Gesäßes und des unteren Rückens.

Beckenlift (Brücke)

Der Beckenlift (Brücke) wird am effektivsten, wenn man ihn einbeinig trainiert. Wir beginnen in Rückenlage. Ein Bein ziehen wir gebeugt soweit wie möglich zur Brust an, um das Becken aufzurichten. Das andere Bein stellen wir gebeugt an. Die Ferse drückt dabei in den Boden. Die Fußspitzen ziehen nach oben und die Hände verschränken unter dem Kopf. Aus dieser Position erhöhen wir den Druck der Ferse in den Boden und heben und senken das Becken im Wechsel. Während eines Satzes setzen wir das Becken nicht am Boden ab.

Beckenlift (Brücke) Varianten

Der Beckenlift (Brücke) wird leichter, wenn ihr ihn mit beiden Beinen am Boden praktiziert und dazu noch die Fußsohlen (anstatt nur der Fersen) absetzt. Die Übung wird intensiver, indem ihr einen größeren Kniewinkel wählt und mit der Ferse aktiv Zug in Richtung Gesäß ausübt. Durch das Halten in Endkontraktion (maximale Beckenhöhe) lässt sich die Intensität weiter steigern. In dieser Position zieht ihr das freie Bein maximal in Richtung Brust. Beckenlifts (Brücken) lassen sich auch mit erhöhter Fußstellung, wie beispielsweise auf einer Bank trainieren.

Um Muskelkrämpfen vorzubeugen ist es empfehlenswert, einige Wiederholungen einer leichten Variante des c zur Erwärmung durchzuführen.


Ein recht ähnliche Übung zum Beckenlift (Brücke) bildet der Steife Mann.

Gegenspieler: Gerader Bauchmuskel, Oberschenkelvorderseite

Dehnung: Unteren Rücken dehnen, Gesäß dehnen, Oberschenkelrückseite dehnen

 

Beckenlift-Brücke

Beckenlift-Brücke

 

Beckenlift-Brücke Varianten

Beckenlift-Brücke Varianten